20. Januar 2011 12:56 Uhr

Giga-Institut analysiert Rolle von aufstrebenden Staaten China, Indien, Brasilien

Wer übernimmt die Weltherrschaft? Laut einem Artikel des Giga-Instituts steht die Welt vor einem gefährlichen Machtvakuum. Die USA hätten ihre Führungsrolle eingebüßt, obwohl sie weiter die stärkste Militärmacht der Welt seien. Europa sei trotz seiner hohen wirtschaftlichen Bedeutung politisch vor allem mit sich selbst beschäftigt. Neue globale Akteure seien China, Indien und Brasilien, die aber noch zu schwach seien, eine wichtige internationale Rolle zu spielen. Brasilien werde überschätzt. Indien habe keine stabile Währung, eine katastrophale Infrastruktur und zu wenig Erfolge bei der Armutsbekämpfung. China habe dagegen zwar eine ökonomische Erfolgsgeschichte aufzuweisen, aber noch zu wenig Ansehen - unter seinen Gefolgsleuten seien eher umstrittene Staaten wie Nordkorea, Birma oder der Sudan. Der Giga-Autor schließt mit einer Empfehlung für die EU - nämlich in allen Bereichen eine einheitliche europäische Politik zu entwickeln. Man könne nicht so weiter machen wie bisher.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)