21. Januar 2011 08:20 Uhr
Die echten Ohrwürmer gibt es in der klassischen Musik. So oder ähnlich könnte es der australische Wissenschaftler Nicholas Hudson formulieren. Denn er glaubt zu wissen, was Musikstücke zu Meisterwerken macht. Dazu untersuchte er verschiedene Titel, von Lady Gaga bis Beethoven. Er ließ ein Computerprogramm errechnen, wie sehr sich ein Stück vereinfachen lässt, indem man zum Beispiel bestimmte Muster herausstreicht und Wiederholungen löscht - und zwar, ohne dass sich die Musik wesentlich verändert. Und siehe da: Das gelang zum Beispiel bei der 3. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, der "Eroica", besser als bei so manchem Pop-Stückchen. Diese - auf den ersten Blick verblüffende - Erkenntnis erklärt der Forscher so: Das Gehirn arbeite ähnlich wie das verwendete Computerprogramm - und scheint das Einfache dem Komplizierten vorzuziehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)