21. Januar 2011 07:19 Uhr
"Oh schaurig ist´s, übers Moor zu gehn...", so schrieb es die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff in ihrer Ballade "Der Knabe im Moor". Klimaschützer dürften sich heute ähnlich fühlen - allerdings aus anderen Gründen: Die Moore sind nämlich bedroht. Sie werden entwässert, um die Böden landwirtschaftlich nutzen zu können, die zunehmende Trockenheit durch den Klimawandel tut ihr Übriges. Dabei sind die Gebiete Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie Kohlenstoff speichern - und zwar mehr, als das Wälder tun. Zumindest die Moore an der Oder sollen jetzt geschützt werden: In einem grenzüberschreitenden Projekt sollen die Gebiete auf deutscher und polnischer Seite für mehr als drei Millionen Euro saniert werden. Das Ziel: Wasser soll zurück in die Böden, und die Gewässer sollen wieder für Fische bewohnbar werden. Das Projekt wird zum größten Teil von der EU finanziert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)