21. Januar 2011 10:57 Uhr

Umwelteindrücke beeinflussen die innere Uhr

Für ein gutes Zeitgefühl braucht es mehr als die innere Uhr. Mit dieser These stellen britische Forscher die bislang geltende Annahme auf den Kopf. Nach den Ergebnissen ihrer Studie konnten Probanden kurze Zeitspannen genauer abschätzen, wenn das Auge auch was zu tun bekam. Die Versuchsteilnehmer sollten beurteilen, welcher von zwei aufeinander folgenden Lichtimpulsen länger auf einer Leinwand zu sehen war - im ersten Durchgang waren sie dabei ausschließlich auf ihre innere Uhr angewiesen, das zweite Mal sahen sie zusätzlich zu den Lichtpunkten ein Muster auf der Leinwand, das sich in einem bestimmten Rhythmus veränderte. In letzterem Fall erzielten die Versuchsteilnehmer die genaueren Ergebnisse. Die Wissenschaftler schließen daraus: Der Mensch nutzt nicht nur seinen Taktgeber im Gehirn, um die Zeit zu messen; er berücksichtigt dafür auch, wie stark sich seine Umwelt gerade verändert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)