21. Januar 2011 14:20 Uhr

US-Psychologe Shermer darüber, warum auch Wissenschaftler an Dämonen glauben

Sie analysieren, kritisieren und promovieren und verfallen trotzdem dem Aberglauben. Intelligente Menschen, die an Engel, Dämonen und andere irrationale Dinge glauben, sie sind das Spezialgebiet des Psychologen und Wissenschaftshistorikers Michael Shermer. Wie er der Zeitschrift "Technology Review" erklärt, hat die Evolution uns zu gläubigen Wesen gemacht. Früher sei es sicherer gewesen an Bedrohungen zu glauben, auch wenn gerade keine Raubtiere zu sehen gewesen seien. Aberglaube breite sich deshalb besonders stark aus, wenn einem Menschen eine Situation unkontrollierbar erscheine. Intelligente Menschen seien wiederum besonders gut darin, ihre Gefühle und Eindrücke zu rationalisieren und damit zu eigenwilligen Theorien zu kommen. Als Beispiel nennt Shermer den Biochemiker Rupert Sheldrake. Dieser vertrete die Theorie der Morphischen Felder. In ihr erkläre er, warum ein Mensch angeblich merke, dass er von hinten angestarrt wird. Dieser Sheldrake sei, so der Psychologe, eigentlich ein schlauer Kerl, aber mit einer wirklich albernen Theorie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)