21. Januar 2011 16:51 Uhr
Im Zuge der neu aufgeflammten Diskussion um einen Todesfall auf der Gorch Fock geistert ein altes Wort durch die Medien: die "Meuterei". Wenn man das Wort höre, denke man sofort an eine Revolution, meint Quintin Colville. Er ist Kurator am Nationalen Seefahrtsmuseum in London. Diese Vorstellung sei aber falsch. Eine Meuterei sei historisch gesehen einem heutigen Streik in der Industrie sehr ähnlich. Meutereien auf Schiffen waren Colville zufolge früher durchaus keine Seltenheit. Meist fühlten sich Besatzungsmitglieder ungerecht behandelt und wollten ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Nach der berühmten Meuterei auf der Bounty 1789 wurde zum Beispiel die Bezahlung der englischen Seeleute erhöht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)