21. Januar 2011 22:53 Uhr

Historische Ereignisse wirkten sich aufs Klima aus

Die Eroberung der Mongolei durch Dschinghis Khan in 13. Jahrhundert hatte einen messbaren Einfluss auf das Klima. Das zeigt eine Studie der Carnegie Institution in Washington. Das Handelsblatt zitiert die Forscherin Julia Pongartz mit den Worten, der Klimawandel habe nicht erst mit dem Industriezeitalter begonnen. Die Menschen hätten vielmehr seit Jahrtausenden die Umwelt beeinflusst, in dem sie Wälder rodeten. Dadurch habe das CO2 in der Atmosphäre zugenommmen. Durch größere geschichtliche Ereignisse jedoch, die mit einer hohen Sterberate einhergingen, habe Ackerland wieder brachgelegen. Dadurch habe sich der Wald regeneriert. Durch die mongolische Expansion in Asien beispielsweise habe sich das CO2 um 700 Millionen Tonnen vermindert. Das entspreche dem Anteil, der heutzutage pro Jahr durch den weltweiten Benzinverbrauch produziert werde. Außerdem unteruschte die Wissenschaftlerin die Auswirkungen der Pestepidemie in Europa, der Eroberung Amerikas und des Untergangs der Ming-Dynastie in China.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)