22. Januar 2011 18:17 Uhr
Das Bundeswirtschaftsministerium wirbt für den Bau neuer Überland-Stromleitungen. Ohne deren Bau wachse ab 2015 das Risiko von Stromausfällen, heißt es in einem von Bundeswirtschaftsminister in Auftrag gegebenen "Elektrizitätsbericht". Das Stromnetz sei schon jetzt zeitweise bis an seine Kapazitätsgrenzen ausgelastet. Vor allem der Ausbau der Windenergie an Land und vor den Küsten erfordere neue und zusätzliche Stromleitungen. Bisher sei die Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland allerdings sehr hoch sei. 2009 habe die Zeit, während der ein Verbraucher im Durchschnitt nicht mit Strom versorgt wurde, nicht einmal 15 Minuten betragen. Hintergrund der Warnungen von Wirtschaftsminister Brüderle sind die vermehrten Bürgerproteste gegen Großprojekte wie den Bahnhofsneubau "Stuttgart 21" oder die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke: Auch entlang der geplanten neuen Stromtrassen haben sich bereits Bürgerinitiativen formiert, die gegen die als zu hoch kritisierten Strommasten Widerstand leisten wollen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)