25. Januar 2011 06:23 Uhr

Der Schwarmintelligenz auf der Spur

Nur gemeinsam sind sie stark. So könnte die Kurzfassung der Ergebnisse lauten, die ein internationales Forscherteam mit Moskitofischen gesammelt hat. Das Ziel: Herauszufinden, was hinter den Hinweisen zur Schwarmintelligenz bei diesen Tieren steckt. Und tatsächlich: Den Fischen gelang es besser, einer Raubfisch-Attrappe auszuweichen, wenn sie in einer Gruppe unterwegs waren - und zwar umso besser, je größer diese war: Der Schwarm der Forscher kam auf eine Fluchterfolgs-Quote von 90 Prozent. Außerdem ging das Manöver schneller als bei Fischen im Alleingang. Die Forscher vermuten deshalb, dass sich die Tiere die Arbeit teilen: Jedes beobachte die Umgebung und tausche sich dann mit den anderen Schwarmmitgliedern aus. Wie das geschieht, bleibt allerdings vorerst noch ungeklärt. Die Ergebnisse des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei sind im Fachjournal PNAS erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)