25. Januar 2011 08:50 Uhr

Wir erinnern: Chinesische "Viererbande" vor 30 Jahren verurteilt

Zum Schluss der Blick zurück in die Geschichte: Heute vor 30 Jahren, am 25.01.1981, wurde in China die "Viererbande" verurteilt. Dabei handelte es sich um eine Gruppe von Führungskräften aus der Kommunistischen Partei. Sie hatten den KP-Vorsitzenden Mao Zedong beim Start der Kulturrevolution 1966 maßgeblich unterstützt. Nach Maos Tod 1976 wurde die "Viererbande" verhaftet. Die Bevölkerung feierte das Ereignis als Ende der Kulturrevolution. Eigentlich hatte diese einen neuen sozialistischen Menschentyp hervorbringen sollen. Tatsächlich war sie jedoch dazu genutzt worden, Kritiker zu terrorisieren, Intellektuelle zu misshandeln und Hochschulen zu schließen. Infolge der Misswirtschaft kam es zu einer Hungersnot mit geschätzten 20 Millionen Toten. 1981 wurden die Mitglieder der "Viererbande" zu hohen Haftstrafen beziehungsweise zum Tode verurteilt. Begründung: Sie hätten gegen die Kommunistische Partei agitiert. Die chinesische Propaganda machte sie jedoch für die Kulturrevolution verantwortlich und verhinderte so, dass die Herrschaft der KP in Frage gestellt wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)