25. Januar 2011 11:52 Uhr
Mobbing ist Folter. Dieser Ansicht ist ein Staatsanwalt in Istanbul. Er fordert bis zu 12 Jahre Gefängnis für einen Schulleiter, seine beiden Stellvertreter und zwei Lehrerinnen. Die türkische Zeitung "Radikal" zitiert aus der Anklage. Dort heißt es, der Direktor habe die anderen Pädagogen gegen eine Lehrerin aufgehetzt, Gerüchte über sie verbreiten lassen und sie mit unzähligen Ermittlungen schikaniert. Damit habe er erreichen wollen, dass die neue Kollegin versetzt wird. Die ständigen Schikanen hätten bei der Pädagogin zu Depressionen geführt. Mehrere Gutachten bestätigen die Vorwürfe der Anklage: Die Lehrerin sei wegen Mobbings psychisch gebrochen. Die Lehrerin war schließlich versetzt worden, doch sie zeigte die ehemaligen Kollegen an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)