26. Januar 2011 14:24 Uhr

Zweifel am Nutzen von EU-Agrarbeihilfen

GAP ist nicht nur der Name einer US-amerikanischen Modekette, sondern auch das Akronym für die "Gemeinsame Agrarpolitik" der EU. Dazu zählt vor allem die finanzielle Förderung für Landwirte. Allein in diesem Jahr sind im EU-Haushalt für Agrarausgaben und Direktbeihilfen fast 44 Milliarden Euro eingeplant. Der Arbeitsmarkt profitiert von den Milliardenzahlungen aber offenbar nicht. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom Leibnitz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa in Halle. Sie haben 69 Landkreise in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen untersucht. Dort habe die EU-Finanzhilfe kaum neue Jobs gebracht. Im Gegenteil, sagen die Forscher: Stellenweise seien Arbeitsplätze weggefallen, weil Landwirte mit dem Geld Maschinen kauften, um Arbeitsabläufe zu automatisieren. Dem Arbeitsmarkt helfen die EU-Agrarausgaben also nicht - dafür vielleicht den Landwirten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)