26. Januar 2011 15:20 Uhr

Schweinegrippe 2009/10: Verstorbene Kinder hatten häufig Vorerkrankungen

Als im August 2009 die Schweinegrippe ausbrach, löste das bei vielen Eltern Angst aus. Denn Kinder schienen deutlich häufiger von der Epidemie betroffen zu sein als bei früheren Grippewellen. Das hat das Robert-Koch-Institut nun bestätigt. Und festgestellt, dass mindestens die Hälfte der Kinder, die an der Schweinegrippe starben, Vorerkrankungen hatten: Zum Beispiel chronische Atemwegserkrankungen, Immunschäden oder Herzleiden. Das Robert-Koch-Institut hat dazu die Krankenakten von 93 Grippe-Patienten unter 15 Jahren, die in deutschen Kinderkliniken behandelt wurden, ausgewertet. Nur jedes zehnte erkrankte Kind war gegen die Grippe geimpft gewesen. Neun der 93 Kinder waren zunächst aus anderen Gründen im Krankenhaus und steckten sich erst in der Klinik mit dem Schweinegrippe-Virus an.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)