26. Januar 2011 17:20 Uhr
Seit Jahren kämpfte sie ums wirtschaftliche Überleben. Jetzt ist klar: Die deutschsprachige Wochenzeitung "Israel-Nachrichten" erscheint morgen in Israel zum letzten Mal. Wie ernst die Lage war, ist an der Auflage zu erkennen. Die Rede war zuletzt von 1.000 Stück. In ihren goldenen Zeiten sah das anders aus. Anfang der 50-er Jahre war die Zeitung eine der meistverkauften in ganz Israel. Der Verleger des Blattes, George Edri, erklärte, er habe immer selbst zugezahlt, um die Zeitung zu erhalten. Eine Zukunft habe das Blatt nur, wenn sich zahlungskräftige Werbekunden oder andere Geldgeber fänden. Die "Israel-Nachrichten" waren 1936 von einem emigrierten jüdischen Buchhändler aus Berlin gegründet worden. Schriftsteller wie Max Brod und Arnold Zweig veröffentlichten hier ihre Kolumnen. Heute hat die Redaktion nur noch drei Mitarbeiter.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)