26. Januar 2011 17:21 Uhr

Gehirnaktivität von Amateur- und Profi-Brettspielern deutlich verschieden

Profi- oder nur Gelegenheitsspieler? Zumindest bei Brettspielen beantwortet das Gehirn diese Frage. Das geht aus einer Studie hervor, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde. Japanische Neurobiologen untersuchten die Gehirnaktivität der Spieler beim Spiel Shogi, das Schach ähnlich ist. Sowohl bei Profis als auch bei Amateuren zeigte sich zunächst eine starke Aktivität in der Region des Scheitellappens. Dort werden visuell-räumliche Bildinformationen verarbeitet. Doch sobald Entscheidungen über den nächsten Spielzug unter Zeitdruck erfolgen mussten, wurde bei langjährigen Shogi-Spielern eine weitere Region im Hirn aktiviert, die an zielgerichtetem Verhalten beteiligt ist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Profis das Erkennen wichtiger Schlüsselpositionen und die Auswahl der richtigen Reaktion teilweise automatisiert ist. Tatsächlich berichten viele Menschen, die intensiv über Jahre Shogi spielen, dass ihnen die besten Spielzüge nahezu intuitiv einfallen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)