27. Januar 2011 09:56 Uhr

Schlechte Nahrung kann depressiv machen

Ungesunde Nahrung scheint nicht nur schlecht für den Körper zu sein - auch die Psyche kann darunter leiden. Einer spanischen Studie zufolge erhöht schlechte Ernährung das Risiko, an Depressionen zu erkranken. Schuld daran hätten vor allem industriell gehärtete Fettsäuren, sogenannte Transfette. Das berichten Forscher im US-Online-Journal "PLoS ONE". Für ihre Untersuchung analysierten sie sechs Jahre lang die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten von mehr als 12.000 Freiwilligen. Ergebnis: Bei Teilnehmern, die viele Transfette zu sich nahmen, war das Depressionsrisiko bis zu 48 Prozent höher als bei denjenigen, die ungesättigte Fettsäuren konsumierten. Die Autoren weisen in der Studie darauf hin, dass sie in erster Linie das Essverhalten von Europäern untersucht hätten. Ihr Speiseplan enthalte gewöhnlich viel Olivenöl, andere pflanzliche Öle sowie Fisch und relativ wenig Transfette. In Ländern wie etwa den USA konsumierten die Menschen dagegen etwa sechs Mal so viele Transfette. Das Risiko dürfte dort deshalb noch viel höher sein - so die Vermutung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)