27. Januar 2011 10:38 Uhr
In der Tierwelt sind Männchen häufig mit exotischen Farben ausgestattet, um Weibchen zu beeindrucken. Die sind hingegen oft grau in grau. Das liegt daran, dass die dazu nötigen Farbstoffe nützlich für die Eier der Tiere sind und deshalb nicht für ein buntes Äußeres verschwendet werden können. Bei einer Stachelleguan-Art (Sceloporus virgatus), die in den Bergen des US-Bundesstaats Arizona vorkommt, sieht das anders aus. Wird es Zeit zur Fortpflanzung, färbt sich der Hals der Weibchen orange. Dies ist aber nicht zum Nachteil ihrer Jungen. Im Gegenteil: Je bunter das Weibchen ist, desto robuster werden ihre Nachkommen. Der Trick: Sie nutzt besondere Pigmente für ihre Färbung. Dadurch wird den Eiern kein wichtiger Stoff für ihre Entwicklung genommen. Stattdessen kommen in den Eiern der bunten Weibchen sogar mehr Antioxidantien vor, also Substanzen, die das Eigelb vor Oxidation schützen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)