27. Januar 2011 11:36 Uhr

Marianengraben speichert überraschend viel Kohlenstoff

Die tiefste Stelle des Meeresbodens - der Marianengraben - birgt für Wissenschaftler noch viele Geheimnisse. Jetzt hat es ein Forscherteam geschafft, Daten über Kohlenstoffprozesse aus knapp 11.000 Metern Tiefe zu gewinnen. Die ersten vorläufigen Ergebnisse überraschten sie: Denn der Kohlenstoffumsatz am Grund des Grabens ist viel höher als weiter oben auf dem Tiefseeplateau in 6.000 Metern Tiefe. Das bedeute, dass die Tiefseegräben als Kohlenstoffsenke fungierten. Um den globalen Kohlenstoffkreislauf und damit unser Klima und seine Veränderungen besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, welche Rolle die Meere in der Speicherung des Kohlenstoffs spielen. Tiefe Ozeangräben wie der Marianengraben decken zwar nur zwei Prozent des Meeresbodens ab, könnten aber eine ungleich größere Rolle im Kohlenstoffumsatz spielen. Weitere Sedimentproben sollen jetzt genauere Ergebnisse liefern. Der Marianengraben liegt rund 2.000 Kilometer östlich der Philippinen und gilt als tiefster Punkt der Erde.

Artikel Scinexx

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)