27. Januar 2011 13:52 Uhr
Es ist heiß, sandig und Bäume gibt es nicht, im Süden Jordaniens am Golf von Akaba, am Roten Meer. In dieser unwirtlichen Gegend wollen Forscher aus Norwegen in den nächsten zwei Jahren eine künstliche Oase errichten. Im sogenannten "Sahara Forest Project" soll Meerwasser zu nützlichem Süßwasser werden - und zwar nicht wie sonst üblich mit energieintensiven Entsalzungsanlagen. Stattdessen sollen spezielle Glashäuser Sonnenlicht einfangen. Über Verdunstung wird dann das Salz aus dem Meerwasser abgetrennt. Zusätzlich soll ein Solarkraftwerk die gesamte Oase mit Strom versorgen. Die Forscher schätzen, dass die Anlage Süßwasser für 20 Hektar Wüstenfläche liefern kann - ein Gebiet, etwa so groß wie Großbritannien. Wenn die Oase effizient arbeitet, könnte sie den Forschern zufolge ein Vorbild für andere wasserarme Regionen sein, etwa Gemüseplantagen im Süden Spaniens.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)