28. Januar 2011 09:24 Uhr
Deutschland zahlt im Moment nicht mehr in den Aidsfonds der UNO ein. Eigentlich waren für dieses Jahr 200 Millionen Euro vorgesehen, doch Entwicklungsminister Dirk Niebel hat gestern die Zahlungen vorerst gestoppt. Grund sind Vorwürfe, das Gelder veruntreut worden sind. Die "taz" schreibt nun, es liege ein Missverständnis vor - ausgelöst durch den Bericht einer Nachrichtenagentur. Darin hatte es geheißen: Zwei Drittel der Gelder seien in den Empfängerländern von der Korruption aufgefressen worden. Wie die "taz" schreibt, bezog sich diese Zahl aber nur auf Mauretanien. Und insgesamt richteten sich die Vorwürfe gegen vier der 33 Empfängerländer. Allerdings sei schon seit drei Monaten eine Untersuchung im Gang. Dementsprechend verwundert sei der Aidsfonds über die Reaktion aus Deutschland. Am Montag soll es ein klärendes Gespräch geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)