30. Januar 2011 09:11 Uhr
Heute ist Welt-Lepra-Tag. Mit ihm soll auf die Lage der Betroffenen und ihre Diskrimininierung aufmerksam gemacht werden. Lepra ist eine Infektionskrankheit. Sie wird wie bei der Grippe durch eine Tröpfcheninfektion verbreitet. Infizieren kann sich jeder. Es erkranken allerdings nur fünf bis zehn Prozent der Menschen. Die meisten leben in Indien, Indonesien und Brasilien. Der Erreger greift die Haut und das Nervensystem an. Betroffene haben je nach Hautfarbe rötliche oder helle Flecken auf der Haut. Durch das angegriffene Nervensystem werden viele Kranke unempfindlich gegen Schmerzen - mit fatalen Folgen. Verletzungen werden nicht bemerkt, Wunden können sich entzünden und Körperteile im schlimmsten Fall absterben. Auch Lähmungen sind möglich, weil die Nervenzellen beeinträchtigt sind. Grundsätzlich ist Lepra heilbar: Dazu müssen Antibiotika eingenommen werden. Gerade in Entwicklungsländern fehlt den Betroffenen für die Medikamente das Geld. Und: Die Behandlung funktioniert nur direkt nach dem Ausbruch der Krankheit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)