31. Januar 2011 13:02 Uhr

Hintergrund: Warum die Unruhen nicht auf Marokko übergreifen

Erst Tunesien, jetzt Ägypten, Jemen und Jordanien - In vielen arabischen Ländern versuchen Demonstranten ihre Regierungen zu stürzen. In Marokko jedoch blieb es bis jetzt ruhig. Warum das so ist, damit beschäftigt sich heute die Deutsche Presse-Agentur. Ihrem Korrespondenten zufolge wird der dort herrschende König Mohammed der Sechste nicht in Frage gestellt, und das obwohl es auch in Marokko die selben Probleme gibt, wie in anderen arabischen Ländern. Unter den jungen Leuten herrsche Frust wegen der hohen Arbeitslosigkeit. Und auch in Marokko habe es schon Unruhen gegeben wegen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln. Trotz allem aber werde die Legitimität des Königs nicht angezweifelt, denn er ist auch religiöses Oberhaupt des Landes. Er werde geschätzt im Kampf gegen radikalen Islamismus und als Gegengewicht zu korrupten lokalen Amtsträgern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)