31. Januar 2011 13:53 Uhr
Es klingt paradox: Die Baumwollpreise sind auf dem höchsten Stand seit 150 Jahren. Doch chinesische Bauern halten ihre Baumwolle zurück - und wetten damit auf noch höhere Preise. Darüber berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Europa-Ausgabe. Demnach schätzen Experten, dass Bauern in China, dem weltgrößten Baumwollproduzenten, derzeit etwa neun Prozent des globalen Angebots zurückhalten. Ein Bauer sagte im "Wall Street Journal", die Preise seien zwar hoch, aber noch nicht hoch genug. Seine Produktionskosten seien noch nicht gedeckt. Hintergrund sind höhere Lohn- und Düngekosten in China - sie stiegen im vergangenen Jahr um 20 Prozent. Der Bauer habe deshalb seine Baumwolle in zwei Zimmern eingeschlossen und warte auf steigende Kurse. China ist nicht nur der größte Baumwollproduzent, auch die Nachfrage steigt kontinuierlich an. Das Land kann sie nicht durch Eigenproduktion decken. Experten erwarten auch deshalb für die Zukunft steigende Kleidungspreise.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)