1. Februar 2011 07:40 Uhr

Straße durch den Serengeti-Nationalpark könnte Gnu-Herden um 35 Prozent reduzieren

Die Regierung von Tansania hat vorgeschlagen, eine Straße durch den nördlichen Teil des Serengeti-Nationalparks zu bauen. Die Serengeti ist einer der letzten Orte, an denen noch große Herden-Wanderungen stattfinden. Fast zwei Millionen Gnus, Antilopen und Zebras ziehen jedes Jahr von Tansania nach Kenia und zurück. Wissenschaftler nutzten ein Simulations-Modell, um herauszufinden, welche Auswirkungen die Straße auf die Bewegungen und die Population der Gnus haben würde. Das Ergebnis präsentieren sie im Fachmagazin "PLoS ONE": Die Herden könnten um 35 Prozent reduziert werden. Die Straße würde den nördlichen Teil der Wanderungs-Route und damit den Zugang zu Wasserstellen blockieren. Außerdem könnten die Tiere nicht mehr so flexibel nach Nahrung suchen wie bisher. Noch nicht von den Forschern eingerechnet sind die Effekte von Autounfällen und Wilderei, die sich durch die Straße noch weiter ausbreiten könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)