1. Februar 2011 16:59 Uhr
Ein Film mit dem Namen "Kleiner Hase sei brav": Harmloser Titel, brisanter Inhalt. So brisant, dass die chinesisische Zensur den Zeichentrickfilm jetzt aus dem Internet verbannt hat. Pünktlich zum chinesischen Jahr des Hasen zeigt die Satire eine blutige Revolte von unterdrückten Hasen gegen die mächtigen Tiger - eine unmissverständliche Anspielung auf die herrschenden kommunistischen Funktionäre und das einfache Volk. Das Video illustriert den Skandal um die Vergiftung von 300.000 Babys mit gepanschter Milch, den Abriss von Häusern, eine Selbstverbrennung und Polizeiprügel. Es zeigt, wie sich hohe Funktionäre aus einem Feuer retten, während Kinder umkommen. Am Ende des Films folgt die Rebellion - die Hasen beißen die Tiger zu Tode.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)