2. Februar 2011 06:25 Uhr
Seit der Eröffnung seiner ersten Ausstellung hat er für Furore gesorgt - der Plastinator Gunther von Hagens. Als die Schau "Körperwelten" 2003 in Deutschland an den Start ging, warfen Medien ihm vor, chinesische Leichen für seine Präparate zu verwenden. Vor zwei Jahren sorgte von Hagens für Aufregung, weil er plastinierte Leichen beim Sex zeigen wollte. Die Stadt Augsburg hatte die Ausstellung damals verboten. Jetzt muss der Präparator seine Produktivität aus anderen Gründen zurückfahren. Wegen einer Parkinson-Krankheit zieht er sich zurück und schließt einige Abteilungen seines Plastinariums in Guben ganz. 130 von 180 Mitarbeitern hatten gestern ihren letzten Arbeitstag. Die Scheibenplastination, bei der Kunststoff in Zellen von Organen gefüllt wird, wird ganz geschlossen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)