2. Februar 2011 08:21 Uhr

Wikileaks gehört zu den Kandidaten für den Friedennobelpreis 2011

Jedes Jahr am 1. Februar läuft die Frist für Nominierungen zum Friedensnobelpreis ab. Rund 200 Namen stehen in der Regel auf der Liste, und das müssen nicht unbedingt Namen von Personen sein, auch Insitutionen kommen vor. So wurden zum Beispiel schon der Weltfußballverband FIFA, die SOS-Kinderdörfer oder das Internet vorgeschlagen. In diesem Jahr ist die Enthüllungsplattform Wikileaks dabei. Der Osloer Parlamentsabgeordnete Snorre Valen hat das Portal beim Nobelinstitut vorgeschlagen - mit der Begründung, es sei einer der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zu Meinungsfreiheit und Transparenz. Als jüngstes Beispiel nannte er die Aufdeckung der persönlichen Bereicherungen des ehemaligen tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali. Wikileaks habe damit zum Ende von 25 Jahren Diktatur beigetragen. - Die Entscheidung über den Friedensnobelpreis fällt im Oktober.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)