2. Februar 2011 09:24 Uhr
Viele westliche Regierungen blicken zur Zeit besorgt nach Ägypten. Sie befürchten, dort könnte sich nach einem möglichen Sturz des Machthabers Hosni Mubarak eine islamistische Kraft an die Spitze des Staates setzen. Diese Gefahr sieht der Politologe Amr Hamzawy nicht. Der Forschungsdirektor des Carnegie-Zentrums für den Mittleren Osten in Beirut sagte der Berliner "Tageszeitung": Die Forderungen der Bürger seien keine islamistischen. Vielmehr träumten die Demonstranten von einem demokratischen und besseren Ägypten. Hamzawy betonte, die bisher verbotene Muslimbrüderschaft spiele bei dem Aufstand keine tragende Rolle. Sie könne sich zwar als politische Kraft im Land am künftigen Wettbewerb um die Regierung beteiligen - allerdings unter demokratischen Bedingungen. Dazu gehörten gleiche Rechte für alle Ägypter, egal ob muslimisch oder christlich. Das ganze Interview finden Sie hier
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)