2. Februar 2011 11:23 Uhr

Perthes: Umstürze in arabischen Ländern sind neuer Generation zu verdanken

In Ägypten, Tunesien und anderen arabischen Staaten erhebt sich eine neue Generation. Diese Generation vergleicht der Politikwissenschaftler Volker Perthes mit den "68ern" in westlichen Ländern. Der Direktor der "Stiftung Wissenschaft und Politik" in Berlin sagte dem österreichischen "Standard": Man werde die jungen Demonstranten in Zukunft die "2011er" nennen. Sie veränderten die politische Kultur in ihren Ländern. Dabei sei die Bewegung keineswegs von Anfang an politisch motiviert gewesen. Laut Perthes ging es eher um Arbeit, soziale Rechte und Meinungsfreiheit als um die Machtfrage. Das habe sich erst durch die Geschehnisse in Tunesien entwickelt. Dort sei offensichtlich geworden, dass eine sozial ausgeschlossene, aber gut vernetzte Generation die Chance hat, etwas zu verändern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)