3. Februar 2011 08:22 Uhr
Das Sumo-Ringen ist ein alt-ehrwürdiger japanischer Sport - aber nicht ohne Skandale. Wie die Nachrichtenagentur Jiji meldet, hat der japanische Sportminister das Parlament informiert, dass mindestens drei Sumotori die Ergebnisse ihrer Kämpfe vorher abgesprochen haben. Aufgeflogen sei der Skandal durch Handynachrichten, die die Polizei bei einem Dutzend der Ringern entdeckt habe. Der Präsident der Vereinigung der japanischen Sumoringer bat gestern offiziell um Entschuldigung und versprach harte Strafen für schuldige Kämpfer. Schon länger wurde Betrug beim Sumo-Sport vermutet. Deshalb hatte die Tokioter Polizei die Handys von verdächtigen Ringern abgehört. Nach Medienberichten ging es bei den arrangierten Kampfergebnissen um Geldsummen von mehreren Millionen Euro. - Aus dem Sumo-Sport wurden seit 2007 mehrere Skandale öffentlich, dabei ging es um Drogen, Erpressung und Gewalt hinter den Kulissen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)