3. Februar 2011 10:31 Uhr
Passende Blutgefäße aus dem Ersatzteillager - so etwas könnte mit einem neuen Verfahren möglich werden. Davon berichten US-Forscher. Grundgerüst ist demnach ein künstlicher Gefäßschlauch aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff. Darauf ließen die Wissenschaftler menschliche Muskelzellen wachsen. Diese bildeten langsam einen Schlauch aus Kollagen, während sich das künstliche Stützgerüst zersetzte. Anschließend zerstörten die Forscher die menschlichen Muskelzellen, so dass am Ende der reine Kollagenschlauch übrig blieb. Nach Angaben der Wissenschaftler haben sich die künstlich gezüchteten Blutgefäße schon bei Bypass-Operationen an Pavianen und Hunden bewährt - und zwar genauso gut wie körpereigene Venenstücke. Denn wegen der entfernten Muskelzellen hätten die "Ersatzvenen" keine Abwehrreaktion gezeigt. Auch nach bis zu sechs Monaten zeigten die neuen Gefäße keine Schäden. Bisher konnten beim Menschen aufgrund von Abwehrreaktionen nur völlig künstliche oder eigene Venen übertragen werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)