3. Februar 2011 10:51 Uhr
Können 13-Jährige ein positives HIV-Testergebnis verkraften? Das fragt die Lehrergewerkschaft in Südafrika und kritisiert laut einem "Guardian"-Bericht geplante Untersuchungen an Schulen. Im vergangenen April hatte Präsident Jacob Zuma ein landesweites HIV-Testprogramm gestartet. Das soll nach Plänen der Regierung auch auf Schulen ausgedehnt werden. Begründung: Sexuell aktive Jugendliche sollten so früh wie möglich ihren HIV-Status kennen, damit sie die Infektion nicht weiter verbreiten und eine Behandlung beginnen können. Gegner argumentieren, dass Jugendliche ab 13 Jahren psychologisch noch nicht gut genug gewappnet seien, um mit einem positiven Ergebnis und dem daraus folgenden Stigma umzugehen. Der Vizepräsident der Lehrergewerkschaft wirft der Regierung außerdem vor, sie wolle die Kinder nur benutzen, um beim HIV-Testprogramm besser dazustehen. Das ursprüngliche Ziel sei gewesen, bis Juni 15 Millionen Menschen zu untersuchen. Der Zeitplan habe sich aber verzögert und sei nicht mehr einzuhalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)