3. Februar 2011 13:57 Uhr

'Reporter ohne Grenzen' verurteilt Übergriffe auf Journalisten in Ägypten

In der Rangliste der Pressefreiheit wird Ägypten in diesem Jahr wohl ein paar Plätze nach unten rutschen. Der Generalsekretär der Organisation 'Reporter ohne Grenzen', Jean-Francois Julliard, äußerte sich schockiert darüber, wie Medien-Mitarbeiter bei den gestrigen Straßenschlachten in Kairo behandelt wurden. Unterstützer von Präsident Hosni Mubarak hätten Journalisten gezielt angegriffen. Julliard vermutet als Motiv Rache dafür, dass die Medien über Rücktrittsforderungen gegen Mubarak berichtet hätten. Besonders besorgt ist 'Reporter ohne Grenzen' über den Verbleib des belgischen Journalisten Serge Dumont. Polizisten in Zivil hätten ihn gestern verprügelt und zu einem Militärposten gebracht. Er werde der Spionage beschuldigt und solle dem Geheimdienst übergeben werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)