3. Februar 2011 16:21 Uhr

Ersatz für Seltene Erden vorerst nicht in Sicht

Erst überschwemmte China den weltweiten Markt mit Seltenen Erden, die so billig waren, dass viele andere Länder die Förderung einstellten. Jetzt, da die Volksrepublik quasi ein Monopol darauf hat, zieht sie die Preisschraube an. David Bencek vom Kieler Institut für Weltwirtschaft nimmt den westlichen Industriestaaten die Hoffnung, es könne kurzfristig Ersatz geben. Bei "DRadio Wissen" sagte er, Länder wie Australien, Kanada und Grönland dächten zwar darüber nach, ihre eigenen Vorkommen zu erschließen. Das brauche aber Zeit - laut Bencek mindestens fünf Jahre. Möglich wäre aus seiner Sicht auch das Recycling bereits verbauter Seltener Erden. Das sei aber mit teurer Forschung und hohem Aufwand verbunden. Angesichts steigender Preise für Seltene Erden aus China würden aber auch solche Lösungen zunehmend attraktiv. Seltene Erden werden zum Beispiel bei der Herstellung von Mobiltelefonen und Elektromotoren benötigt. Aus China kommen zurzeit 97 Prozent der Metalle, obwohl das Land nur über ein Drittel der weltweiten Vorkommen verfügt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)