4. Februar 2011 06:24 Uhr
Vor knapp zehn Jahren wurde erstmals ein kompletter menschlicher Erbgut-Satz entschlüsselt. Heute meint einer der Vorreiter der Genom-Forschung, sein Wissenschaftsbereich habe eine wichtige Wegmarke erreicht. Der US-Genetiker Francis Collins schreibt in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Science", die einst hypothetischen Fortschritte der individuellen Erbgut-Entschlüsselung begönnen sich in der klinischen Praxis zu zeigen. Collins leitete 2001 das öffentlich finanzierte Humangenom-Projekt, das seine Arbeit zum menschlichen Erbgut im Journal "Nature" veröffentlicht hatte - einen Tag vor den privat finanzierten Konkurrenten um Craig Venter im Journal "Science". Der sieht die heutige Genom-Forschung noch nicht so weit fortgeschritten. Venter schreibt, die Qualität der genetischen Daten reiche derzeit zwar für einige wissenschaftliche Analysen. Für den breiten Einsatz in der Klinik sei sie aber noch nicht hoch genug.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)