7. Februar 2011 08:23 Uhr

NZZ: Warum so viele Akademiker aus Deutschland an Schweizer Hochschulen lehren

In Deutschland gibt es eine Überschussproduktion an Wissenschaftlern, während die Schweizer Hochschulen ihren einheimischen Nachwuchs zu wenig fördern. Das ist kurz gefasst die Antwort der "Neuen Zürcher Zeitung" auf die selbst gestellte Frage, warum so viele Akademiker aus Deutschland an Schweizer Hochschulen lehren. 40 Prozent ausländische Wissenschaftler arbeiten dem Artikel zufolge in der Schweiz, die Hälfte davon kommt aus Deutschland. Doch warum streben Jungakademiker überhaupt noch eine Laufbahn in der Wissenschaft an? Immerhin hangelten sich von einer befristeten Stelle zum nächsten Stipendium, bis die Karriere irgendwann zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr im Sande verlaufe. Zwar ist das laut NZZ auch in der Schweiz ein Problem, dort gibt es aber wenigstens stabilere Strukturen und höhere Löhne - während die Universitäten in Deutschland ständig umgebaut würden, um den Anschluss an die internationale Spitzenforschung nicht zu verlieren. Wenn sich wirklich etwas ändern soll - in Deutschland wie in der Schweiz - so heißt es in der NZZ, müsste der angelsächsische Universitätstypus als Vorbild gelten. Dort herrschten flache Hierarchien und es gebe unbefristete Anstellungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)