7. Februar 2011 15:00 Uhr
Unser der Blick auf ein historisches Ereignis: Heute vor 40 Jahren, am 7. Februar 1971, nahmen die Schweizer in einem Referendum das Wahl- und Stimmrecht für Frauen an. Von den wahlberechtigten Männern stimmten fast zwei Drittel dafür, das restliche Drittel war dagegen. Der Entscheidung war ein jahrelanger Kampf der Frauenbewegung vorausgegangen. Ende der 50er Jahre gab es schon einmal eine Volksabstimmung - damals scheiterte das Begehren aber mit fast 70 Prozent Nein-Stimmen. Auf Schweizer Bundesebene wurde das Frauenwahlrecht am 16. März 1971 wirksam. Die meisten Kantone führten es ebenfalls zu diesem Zeitpunkt ein. Einige sprachen sich allerdings weiter gegen das Stimmrecht für Frauen aus und verzögerten die Einführung noch zwei weitere Jahrzehnte. Als letzter Kanton führte Appenzell Innerrhoden das Frauenwahlrecht 1990 ein - zuvor hatte das Bundesgericht die Kantonsverfassung in diesem Punkt für verfassungswidrig erklärt. In Deutschland dürfen Frauen übrigens seit 1919 wählen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)