7. Februar 2011 13:52 Uhr
Es ist offenbar noch nicht zu spät. Neuen Forschungen zufolge schmilzt das arktische Eis im Sommer nicht so schnell wie angenommen. Bislang geht die Forschung davon aus, dass das Eis ab einem gewissen Punkt immer schneller schmilzt. Die Erklärung: Das umgebende Wasser wird durch die Sonne erwämt und beschleunigt das Schmelzen. Ist der sogenannte Kipp-Punkt erreicht, ist das Schmelzen nach der gängigen Meinung nicht mehr aufzuhalten. Diesen Effekt bezweifeln nun Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie. In einer Modellsimulation bildete sich das Eis innerhalb von drei Jahren neu. Dafür gebe es mehrere Gründe: Unter anderem habe das Wasser im Sommer ohne Eisdecke direkten Kontakt zur kalten Atmosphäre und kühle so schneller ab. Daher sei die Existenz eines Kipp-Punktes unwahrscheinlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)