7. Februar 2011 19:01 Uhr

DFG: "Ombudsman für die Wissenschaft" neu besetzt

Dieses Gremium achtet auf ehrliche Forschungspraxis in Deutschland. Gemeint ist der so genannte "Ombudsman für die Wissenschaft". Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft mitteilte, wurden die Braunschweiger Zoologin Brigitte Jockusch und die Oldenburger Chemikerin Katharina Al-Shamery neu in das dreiköpfige Gremium gewählt. Der Bonner Rechtswissenschaftler Wolfgang Löwer soll in die Funktion des Sprechers aufrücken. Der Ombudsman wurde 1999 eingesetzt. Wissenschaftler können sich an den Rat wenden, wenn sie unredliches Verhalten bei Kollegen oder Vorgesetzten festgestellt haben und deshalb Sanktionen befürchten. Zudem berät der Ombudsman bei Fragen zur ehrbaren Ausübung von Forschungstätigkeiten. Das Gremium wurde nach dem Skandal um den Krebsforscher Friedhelm Herrmann Mitte der 90er Jahre geschaffen. Einer Untersuchungskommission zufolge haben er und mehrere Mitarbeiter fast hundert wissenschaftliche Arbeiten mit gefälschten Daten veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)