8. Februar 2011 07:58 Uhr

Versuchsstrecke für neue Schwebebahn wird eingeweiht

In der Kälte kann sie schweben. In Dresden wird heute eine Versuchsstrecke für eine weltweit einmalige Schwebebahn eingeweiht. Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung, IFW, hat die Bahn entwickelt. Sie arbeitet mit Hilfe des supra-leitenden Materials Yttrium-Barium-Kupfer-Oxid. Dieser Stoff leitet unterhalb einer Temperatur von minus 183 Grad widerstandslos elektrischen Strom und kann so dauerhaft hohe magnetische Felder erzeugen. Allerdings muss das Material dafür gekühlt werden. Bisher gab es die Bahn nur als Modell-Eisenbahn und als kleinen Einsitzer, der auf einer sieben Meter langen Strecke vor und zurück fahren konnte. Auf dem neuen 80-Meter-Rundkurs sollen nun gleichzeitig mehrere Zweisitzer fahren, ausgerüstet mit Antrieb und Steuersystem. Auch Besucher sollen mitfahren können. Ziel ist es, die Schwebebahn so weiterzuentwickeln, dass sie als reales Transportsystem einsetzbar ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)