8. Februar 2011 11:22 Uhr

Misereor kritisiert "Land Grabbing" in Entwicklungsländern

Wenn der Platz im eigenen Land nicht mehr ausreicht, dann wird im Ausland zugekauft. Das Katholische Hilfswerk Misereor beklagt einen rasanten Anstieg des "Land Grabbings". Dabei kaufen oder pachten Staaten in Entwicklungsländern Flächen, um dort die Versorgung ihrer Bevölkerung zu sichern, zum Beispiel mit Nahrungsmitteln oder Energie. Investiert werde vor allem in afrikanischen, asiatischen und osteuropäischen Ländern. Nicht nur China oder die Golfstaaten gingen so vor, sondern auch deutsche Unternehmen. Misereor erwähnt eine deutsche Firma, die für die nächsten 50 Jahre in Äthiopien 56.000 Hektar Land gepachtet habe. Dort solle unter anderem Öl für Kosmetik produziert werden. Das Problem: Die Produkte werden exportiert, zugleich werden in den Ländern Ressourcen knapper. Laut dem Hilfswerk ist das "Land Grabbing" auch ein wichtiges Thema auf dem Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)