8. Februar 2011 12:23 Uhr

In Ostdeutschland stehen Frauen häufiger an der Spitze

Frauen haben in Ostdeutschland bessere Karrierechancen als im Westen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Demnach waren 2007 im Westen 24 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. In Ostdeutschland waren es fünf Prozent mehr. Besonders gute Karrierechancen haben ostdeutsche Frauen im öffentlichen Dienst. Dort sind mehr als 40 Prozent der Chefs weiblich. Im Westen sind es nur 29 Prozent. Zu den Gründen schreiben die Wissenschaftler: In den neuen Bundesländern würden Frauen nicht so oft in Teilzeit arbeiten. Außerdem unterbrächen sie ihre Erwerbstätigkeit seltener wegen Kinderziehung. Das liege auch daran, dass es im Osten mehr Kindergarten-Plätze gebe. Auf ganz Deutschland bezogen, ziehen die Forscher aber ein negatives Fazit: Zwischen 2000 und 2007 sei der Anteil der Frauen in den Chef-Etagen nur um drei bis vier Prozent gestiegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)