8. Februar 2011 16:25 Uhr

Kasachstan verschärft Sprachtest für Präsidentschaftskandidaten

Es soll ja schon Präsidenten gegeben haben, die mit ihrer Muttersprache auf Kriegsfuß standen. In Kasachstan soll so etwas nicht vorkommen, deshalb gibt es dort für Präsidentschaftskandidaten einen Sprachtest. Wie RadioFreeEurope berichtet, hat die Wahlkommission des Landes den Kasachisch-Test nun verschärft. Die Kandidaten müssen einen Text schreiben, ihn dann laut vorlesen und zum Schluss eine 15 Minuten lange Rede halten. Dabei dürften sie künftig nur einen Fehler machen. Früher seien fünf Fehler erlaubt gewesen. Ein Oppositionspolitiker soll bereits seine Kandidatur zurückgezogen haben, weil er seine Sprachkenntnisse für nicht ausreichend hält. Wahlen in Kasachstan sorgen stets für Kritik. Sie gelten weder als frei noch fair. Das Land wird seit mehr als 30 Jahren von Nursultan Nasarbajew regiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)