9. Februar 2011 07:51 Uhr

Oxfam-Studie: Entwicklungshilfe geht nicht an bedürftigste Länder

Internationale Entwicklungshilfe kommt nicht den Ländern zu, die sie am meisten brauchen, sondern denen, die den Geberländern am wichtigsten sind. Das sagt eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam. Seit dem Jahr 2002 floss demnach ein Drittel der weltweiten Not- und Entwicklungshilfe in die strategisch wichtigen Länder Irak, Afghanistan und Pakistan. Regionen würden eher unterstützt, wenn dort ausländisches Militär stationiert sei. Die Gelder sollen den Autoren zufolge die Sympathien der Bevölkerung für die Soldaten der Geberländer steigern. Oxfam fordert, die Hilfe nach dem Bedarf der Empfänger statt an Sicherheitsinteressen der Geber auszurichten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)