9. Februar 2011 08:31 Uhr

Weltbank warnt vor Gesundheitsrisiken in Südasien

Wirtschaftlich entwickelt sich Südasien derzeit sehr gut. Bei der Gesundheit seiner Bevölkerung steuert die Region jedoch auf eine Krise zu. Davor warnt die Weltbank. Demnach nehmen dort Krankheiten wie Herzinfarkte, Diabetes oder Fettleibigkeit zu. Außerdem verarmten immer mehr Menschen, weil sie ihre Behandlung aus der eigenen Tasche bezahlen müssten. Für ihre Studie konzentrierte sich die Weltbank auf die Länder Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan, Afghanistan, Malediven, Bhutan und Sri Lanka. Demnach erlitten die Bürger dort ihren ersten Herzinfarkt durchschnittlich mit 53 Jahren, sechs Jahre früher als irgendwo sonst auf der Welt. In der Studie heißt es weiter, die Kranken befänden sich in einem Teufelskreis: Weil sie für ihre Behandlung an ihre geringen Ersparnisse gehen müssten, würden sie noch ärmer und hätten dadurch noch weniger Chancen, ein gesundes Leben zu führen. Die Weltbank appelliert deshalb an die Staaten, sich mehr um ihr Gesundheitssystem und Präventionsprogramme zu kümmern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)