9. Februar 2011 13:22 Uhr
In Madagaskar ist die Pest ausgebrochen - das haben die Weltnachrichten gemeldet. Die Pest ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Erreger ist "Yersinia pestis", ein stäbchenförmiges Bakterium. Urspünglich kommt die Krankheit bei wild lebenden Nagetieren vor. Sie wird beispielsweise durch Ratten auf den Menschen übertragen, vor allem durch den Biss des sogenannten Rattenflohs. Die häufigste Form ist die Beulenpest. Deren Symptome sind Fieber, Gliederschmerzen und Entzündungen der Lymphknoten. Sie schwellen auf bis zu 10 Zentimeter an. Schon aus der Antike gibt es Berichte über das seuchenartige Auftreten der Pest. Im Mittelalter gab es immer wieder Epidemien, die ganze Landstriche entvölkerten. Heute ist die Pest sehr selten. Sie kommt noch in Zentralasien, Südamerika und vor allem Afrika vor. In Madagaskar gibt es während der Regenzeit immer wieder Fälle. Die Pest kann behandelt werden - durch möglichst frühe Einnahme von Antibiotika.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)