9. Februar 2011 18:00 Uhr

Raben in Gruppen sind gestresster

Big Brother hat es gezeigt: Das Leben in Gruppen kann einem den letzten Nerv rauben. Das trifft auch auf junge Raben in Vogelscharen zu, berichten Forscher in dem Fachmagazin "Biology Letters". Für ihre Studie hatten sie in polnischen Wäldern Rabenkot gesammelt und auf ein Stresshormon untersucht. Der Kot von jungen Raben wies dabei viel höhere Werte auf als der von älteren Tieren. Der Unterschied zwischen den Altersgruppen: Die Jungvögel leben meist in Gruppen. Wenn sie älter werden, suchen sie sich mit einem einzelnen Partner ein Territorium. Die Autoren der Studie hatten eigentlich genau das Gegenteil erwartet. Denn das Leben in der Gemeinschaft bietet viele Vorteile. Die Tiere können sich besser vor Jägern schützen und nach Futter suchen. Die älteren Vögel müssen dagegen ständig ihr Territorium verteidigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)