10. Februar 2011 08:21 Uhr
Atommüll mit Hilfe von Reaktoren unschädlich machen - diese Idee elektrisiert und spaltet die Wissenschaftsgemeinde. "Partitionierung und Transmutation" heißt das Verfahren, bei dem hochradioaktive Abfälle chemisch abgetrennt und bestrahlt werden. So können sie in weniger gefährliche Stoffe umgewandelt werden. In der Debatte geht es auch um die Frage, wieviel Forschungsgelder die Europäische Union für Pilotanlagen zur Verfügung stellt. Im Mittelpunkt steht dabei der belgische Reaktor MYRRHA mit geschätzten Kosten in Höhe von 960 Millionen Euro. Stefan Alt vom Ökoinstitut lehnt die Technik ab. Noch handele es sich um Grundlagenforschung, heißt es in einem Meinungsbeitrag für das Magazin "Zeit Wissen". Zudem müsse man für die Methode neue Kernreaktoren und Wiederaufbereitungsanlagen bauen. Concetta Fazio vom Forschungszentrum Karlsruhe hält dagegen: Mit der Entschärfung des Atommülls könnte die Lagerung sicherer werden. Weil weniger Zerfallswärme anfalle, seien die Stoffe nicht mehr ganz so gefährlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)