10. Februar 2011 13:54 Uhr

Blinder Aktivist wird rund um die Uhr bewacht

Eigentlich ist er seit Monaten frei, der chinesische Menschenrechtsaktivist Chen Guangcheng. Doch Chinas Regierung hält ihn offenbar weiterhin für gefährlich und lässt ihn deshalb immer noch rund um die Uhr überwachen. Auch aus dem Haus gehen kann er nicht, genausowenig wie seine Ehefrau. Das belegt ein Video, das die Menschenrechtsorganisation China Aid von einem anonymen Informanten erhalten hat. Mit Lebensmitteln versorgen kann Chen sich nur, weil seine Mutter für ihn einkaufen geht, außerdem sind Telefon und Internet abgeschaltet. Chen hatte der chinesischen Regierung vorgeworfen, dass diese in seiner Heimatprovinz mindestens 5.000 Frauen dazu gezwungen habe, abzutreiben oder sich sterilisieren zu lassen. Er hatte deshalb vier Jahre im Gefängnis gesessen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)