11. Februar 2011 06:33 Uhr
Manche Krankheiten kann man riechen. Das gilt offenbar auch für Prostatakrebs. Französische Forscher ließen einen belgischen Schäferhund an Urinproben von Patienten schnüffeln. Bei allen Patienten bestand der Verdacht auf Prostatakrebs. Das Tier war zuvor auf den Geruch trainiert worden und identifizierte 30 der 33 Patienten, bei denen tatsächlich ein bösartiges Geschwür gefunden wurde. Die Mediziner schreiben in der Zeitschrift "European Urology", der Tumor entsende offensichtlich bestimmte Stoffe, die man über den Urin nachweisen könne. Erst kürzlich hatte ein Labrador für Aufsehen gesorgt: Der Hund hatte in einer japanischen Studie Darmtumore anhand von Atem- oder Stuhlproben mit einer Trefferquote von mehr als 95 Prozent erkannt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)